Ein starkes Zeichen für sichere Schulwege
Am Donnerstagmorgen war vor unserer Schule einiges los: Wie bereits vor zwei Jahren haben wir uns an der europaweiten Aktion für sichere Schulwege beteiligt und unser Schulumfeld für kurze Zeit zur Schulstraße erklärt.
In diesem Jahr wurde die Aktion mit großem Einsatz von einer engagierten Familie aus unserer Schulgemeinschaft organisiert, die sich auch sonst unermüdlich für die Fahrradbusse einsetzt. In enger Abstimmung mit Stadt und Polizei konnte die Straße für den Autoverkehr gesperrt werden – trotz mancher kurzfristiger Herausforderungen in der Umsetzung. So wurde Raum geschaffen, in dem Kinder sich frei bewegen und sichtbar werden konnten.
Die Klassen hatten im Vorfeld kreative Aktionen vorbereitet, die ihre Forderungen eindrucksvoll unterstrichen. Dabei ging es nicht nur um sichere Wege zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad, sondern auch um Themen der Verkehrserziehung und Fahrradsicherheit.
Nach einer gemeinsamen Schulversammlung, in der auch weitere Inhalte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) vorgestellt wurden, versammelten sich die Kinder auf der Straße. Mit bunten Plakaten und lautstarken Rufen machten sie deutlich: Wir wollen eine Schulstraße, in der Kinder sicher und selbstständig unterwegs sein können – ohne Angst vor dichtem Verkehr.
Deutlich wurde auch: Die größte Herausforderung für einen sicheren Schulweg in unserer Straße sind nicht anonyme Verkehrsteilnehmende, sondern Elterntaxis – ein Widerspruch, der auch den Kindern nicht entgangen ist. In ihren Forderungen machten sie klar, dass sichere Schulwege nur dann möglich sind, wenn auf das Bringen mit dem Auto weitestgehend verzichtet wird – aus Rücksicht auf andere und damit sie selbstständig und sicher unterwegs sein können.
Viele Anwohner*innen zeigten Verständnis und begrüßten die Aktion – ein Zeichen dafür, dass die Idee einer lebenswerten Stadt, in der Kinder Raum haben, auf breite Zustimmung stößt.
Unser herzlicher Dank gilt den Organisatorinnen und allen helfenden Eltern. Sie haben nicht nur viel Zeit und Energie eingebracht, sondern auch bewiesen, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement ist, um Veränderung möglich zu machen.
Die Kinder hatten sichtlich Freude daran, ihre Anliegen mit Nachdruck zu vertreten – und sie sind entschlossen, im Herbst erneut ein Zeichen zu setzen.

